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Zum ersten Mal in der Geschichte tagen 1982 die Bundesversammlungen der Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg (PSG) und der DPSG an einem Ort. Beide Bundesversammlungen beschließen, daß "PSG und DPSG zu einem neuen, besseren Miteinander von Mann und Frau beitragen" wollen. Deshalb wollen beide Verbände daraufhinarbeiten, "daß ein Zusammenschluß beider Verbände möglich wird." Diese Bestrebungen werden bereits zwei Jahre später wieder aufgegeben.

Am 26./27. Juni 1982 treffen sich Pfadfinderleiter der DPSG aus vier Diözesen in der Philosophischen Hochschule von Untermerzbach zu einem Meinungsaustausch. Im Mittelpunkt des Treffens, das sich den Namen Untermerzbacher Kreis (UMK) gibt, steht die Frage nach dem Pfadfindertum Baden-Powells in der DPSG. In vielen Stämmen erhebt sich Unmut an den bestehenden Verhältnissen in der DPSG. Die Teilnehmer am UMK halten weiterhin an Wahlspruch, Gesetz, Versprechen und anderen traditionellen Grundlagen des Pfadfindertums fest. Einzelne Mitglieder begehren gegen die "Mißstände" auf. Es kommt zum Eklat. Paul-Thomas Hinkel, Herausgeber der Pfadfinderzeitschrift "Scouting" und Bezirksvorsitzender des DPSG-Bezirks Haßberge wird wegen "verbandsschädigendem Verhalten" aus der DPSG ausgeschlossen. Später wird er Mitgründer des Europäischen Pfadfinderbundes Sankt Georg (EPSG). Einige Stämme treten aus, werden unabhängig, oder finden sich bei der EPSG, beim Bund Europäischer St. Georgspfadfinder und -pfadfinderinnen (BESP) oder in der Europäischen Pfadfinderschaft Sankt Georg (EPG) wieder.

1983 wird die Kluft wieder geändert: Die Schulterklappen und damit auch die Leiterstreifen, die das Amt und die Stufe, in der ein Leiter tätig ist, anzeigen, werden abgeschafft.

Während der Pfingsttage 1984 kommen in Westernohe über 4000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu einem bundesweiten Leiterkongress zusammen. In 50 Ateliers beschäftigen sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Leiterkongresses mit ihrer Verantwortung für die sozialen, politischen, religiösen und ökonomischen Aspekte der Gesellschaft und entwickeln hieraus Impulse für ein zeitgemäßes Pfadfindertum.

Zu Pfingsten 1985 treffen sich 7500 Jungpfadfinderinnen und Jungpfadfinder und ihre Leiter und Leiterinnen unter dem "Regenbogen ’85" im Bundeszentrum Westernohe.

Vom 15. bis zum 19. Juli 1985 tagt die 30. Weltkonferenz der Pfadfinderbewegung mit 850 Delegierten aus 118 Mitgliedsländern auf Einladung des Ringes Deutscher Pfadfinderverbände (RdP) in München. (Thema: Pfadfindertum - Orientierung für heute")

Vom 20. bis zum 25. Juli 1985 tagt in Benediktbeuern die Weltratstagung der katholischen internationalen Konferenz des Pfadfindertums (CICS) zu dem Thema "Frieden durch Gerechtigkeit: Das Pfadfindertum heute".

1986 ist im Rahmen der Jahresaktion mit einer großen Staffette die Windrose unterwegs nach Westernohe. Zehntausende sind bundesweit auf den Beinen. Am 27. April sind 2500 Mitglieder des Verbandes dabei, als die Windrose in Westernohe eintrifft. 350 Rover machen sich an diesem Tag auf den Weg nach Santiago de Compostela und erleben auf dem Camino de Santiago Gastfreundschaft, Gemeinschaft und Strapazen.

Im Rahmen des Aufenthaltes von Papst Johannes Paul II. in der Bundesrepublik Deutschland kommt es bei seiner Ankunft in Gelsenkirchen am 2. Mai zu einer Begegnung mit etwa 3000 DPSG-Pfadfindern.

Die 49. Bundesversammlung 1987 findet erstmals in der Geschichte des Verbandes in Westernohe statt. Zu Gast ist Dr. Laszlo Nagy, der Generalsekretär der Weltpfadfinderbewegung. Sie diskutiert Leitantrag und Änderungsanträge zur Neufassung der Ordnung des Verbandes. Einstimmig beschließt sie eine neue Ordnung und verankert damit die intensive Debatte zum Verständnis pfadfinderischer Erziehung und politischen Handelns im "Grundsatzprogramm" der DPSG. Im Rahmen der Bundesversammlung wird der Partnerschaftsvertrag mit den bolivianischen Pfadfindern unterzeichnet. Mit dem Vertrag bekommt die 25-jährige Freundschaft der beiden Pfadfinderverbände eine neue Qualität.

700 Leiterinnen und Leiter kommen im gleichen Jahr in Westernohe unter dem Titel "Kundschafter ’87" zu einem Leitertreffen zusammen.

1988 beschließt die 50. Bundesversammlung in Vallendar bei Koblenz (Diözese Trier) ein neues entwicklungspolitisches Konzept. In diesem handlungsorientierten Konzept stellt die DPSG ihre Option für gerechte internationale Beziehungen und für Entwicklungschancen für die Aufbrüche in den armen Ländern der Erde gegen die Praxis der mächtigen Nationen und ihrer Konzerne.

Im gleichen Jahr kommen zum größten Kongreß der DPSG während der Pfingstfeiertage 6000 Leiterinnen und Leiter auf dem Gelände des Bundeszentrums Westernohe zusammen. Von dort wollen sie den Aufbruch in die Krisenorte der Gesellschaft wagen und sich konkret einmischen, wo es nötig ist. Im Vorfeld der Tagung des Internationalen Währungsfonds im gleichen Jahr kommen im September 150 Verantwortliche zu einem entwicklungspolilischen Kongreß zusammen.

Das Buch "Mehr vom Leben" für Roverinnen und Rover ist heftig umstritten. Maßgebliche Vertreter der Kirche fordern die Rücknahme dieses Werkes und drohen andernfalls mit schwerwiegenden Konsequenzen. Offiziell ist es bald ausverkauft, doch wie es aus Kreisen der Bundesleitung durchsickert, wird es von Mitgliedern der Bundesleitung und des Bundesarbeitskreises der Roverstufe aufgekauft und aus dem Verkehr gezogen, um weiteren Schaden abzuwenden.

Die 51. Bundesversammlung 1989 in St. Ottilien (Diözese Augsburg) beschäftigt sich mit innerkirchlichen Entwicklungen und bringt ihre Besorgnis über zentralistische und restaurative Bestrebungen zum Ausdruck.

Im August des Jahres zieht das Bundesamt mit allen seinen Abteilungen von Düsseldorf nach in ein ehemaliges Krankenhaus in die Martinstraße nach Neuss-Holzheim um. Sie wird am 16. und 17. September 1990 eingeweiht. Die Kosten für den Erwerb, die Renovierung und den Umzug stürzen die DPSG in eine tiefe Finanzkrise. Die Folgen sind eine Beitragerhöhung (ab Juli 92) von 18.- DM auf 25.- DM pro Halbjahr, sowie tiefe Einschnitte in die verschiedenen Etats. So erscheinen zum Beispiel nur mehr Sparausgaben der Verbandszeitschriften für die Mitlgieder. Während die Verantwortlichen dieser Krise nicht mehr greifbar sind, muß der neue Vorstand für seine Vorgänger an der Basis Rede und Antwort stehen.

1990 findet am 5. Mai die Auftaktveranstaltung zur Aktion "Flinke Hände, flinke Füße...’ unter dem Motto "Wir haben Platz im Boot - Pfadfinder gegen Fremdenfeindlichkeit" statt. In zahlreichen Städten und Gemeinden führen Stämme und Bezirke Plakataktionen gegen Ausländer- und Fremdenfeindlichkeit durch.

Bei regionalen Studientagungen befassen sich Verantwortliche aus Diözesanleitungen mit den Herausforderungen des Demokratisierongsprozesses in der ehemaligen DDR und in Osteuropa für die internationale Zusammenarbeit von Jugendverbänden. Als Gesprächspartner nehmen an den Tagungen Gäste der am 4. März 1990 in Magdeburg gegründeten Pfadfinderschaft Sankt Georg teil und erläutern Gründung und Aufbau des ersten katholischen Jugendverbandes in der DDR.

Die 52. Bundesversammlung 1990 in Volkersberg (Diözese Würzburg) beschließt nach dreijähriger Diskussion die Neufassung einer Konzeption zur koedukativen Gruppenarbeit. Das Miteinander von Männern und Frauen im Verband steht im Vordergrund der von der Bundesversammlung beschlossenen Änderung der Satzung des Verbandes. Für die Bezirks-, Diözesan- und Bundesebene wird festgelegt, daß der jeweilige Vorstand aus einer Vorsitzenden, einem Vorsitzenden und dem Kuraten bestehen muß. Zum "Abenteuer blaue Arche" kommen im Juli und August 1990 fünfhundert Jungpfadfinder und Jungpfadfinderinnen im Bundeszentrum Westernohe zusammen.

Bei der Bundesversammlung 1991 in Fulda nimmt erstmals der Vorstand des Diözesanverbands Magdeburg als stimmberechtigtes Mitglied an einer Bundesversammlung teil. Am 27. Juli des gleichen Jahres landen 56 Kinder und Jugendliche aus Tschernobyl auf dem Frankfurter Flughafen. Sie verbringen auf Einladung der europäischen Region der Weltpfadfinderbewegung einen Erholungsaufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland. Die Kinder verbringen einen Großteil ihres Aufenthaltes im DPSG-Bundeszentrum in Westernhohe, Gastgeber sind die Mitgliedsverbände des Ringes deutscher Pfadfinderverbände (RdP).

Im Rahmen des Modellprojekts "Neue Ehrenamtlichkeit" wird in dreijähiger Arbeit (1990 bis 1993) eine Studie erarbeitet. Finanziert wird dieses Projekt durch die Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V. und dem Bundesministerium für Frauen und Jugend. Die Ergebnisse sind im Abschlußbericht "Das Modernisierte Ehrenamt" zusammengefaßt.

Am "Unternehmen Wilder Sommer ´92" der Pfadfinderstufe treffen sich rund 2000 Pfadfinder in den vier Aufbruchsforen der Regionen.

Im Pfadfinder-Magazin 3/92, der Informations-Zeitschrift für die Mitglieder der DPSG wird eine Umfrage zur Kluft durchgeführt. Das Ergebnis wird zusammengefaßt in einer Dokumentation mit dem Titel "Einstellungen zu Kluft". In den Entwürfen 3/93 (Zeitung der Leiter in der DPSG) erscheint eine kurze Zusammenfassung. In der Erkenntnis, daß eine Zufriedenheit mit Kluft im Verband vorherrscht, beschließt die 55. Bundesversammlung im Mai 1993 in Höchst (Diözese Mainz), die Kluft so zu belassen, wie sie ist. Die "Wiedereinführung" des Pfadfinderhutes, der eigentlich nie abgeschafft war, wird mit 38 zu 27 Stimmen abgelehnt, obwohl die Umfrage zur Kluft eine eindeutige Mehrheit im Verband für die Wiedereinführung ergeben hat und ein Beratungsunternehmen die Abschaffung des Hutes unter dem Gesichtspunkt der Wirkung in der Öffentlichkeit bemängelt hat. Dennoch sieht man ihn immer häufiger.

Georgstag ´93 wird der Diözesanverband Erfurt-Meiningen gegründet. Ihm gehören bereits 7 Stämme aus Thüringen an. Er ist der 24. Diözesanverband der DPSG und nach dem Diözesanverband Magdeburg (1990) bereits die zweite Neugründung in den fünf neuen Ländern.

Im Sommer findet auf dem Gelände des DPSG-Bundeszenrtrums Westernohe der "Kindergipfel ´93" statt. Rund 1000 Wölflinge nehmen daran teil. Unter dem Motto "Für eine Welt, die uns gefällt" informieren sich die Kinder über Kinderrechte, setzten sich mit ihrer Lebenswelt auseinander und erhalten die Möglichkeit öffentlichkeitswirksam ihre Vorstellungen zu äußern. Im September 1993 trägt die Bundesvorsitzende Resi Jäger der Deutschen Bischofskonferenz das Anliegen der DPSG zu, genügend Kuraten für die Diözesanverbände zur Verfügung zu stellen. Von Seiten der Kuraten wird aber immer wieder die Schwierigkeit einer ansprechenden Jugendpastoral aufgezeigt. Ein Treffen von Kuraten der DPSG sieht die Möglichkeiten einer religiösen Erziehung entgegen so mancher publizierte Meinung als eher gering an.

Im Sommer 1993 wird eine sogenannte m LeiterInnen- und Selbstdarstellungsinitiative (LuSi) gestartet. Ziel dieser Initiative ist es einerseits neue Leitungskräfte für den Verband zu gewinnen, andererseits das Image der Georgspfadfinder zu "verbessern". Im Laufe dieses Projekts wird unter anderem die PR-Beratungsargentur Reporter hinzugezogen. Es enstehen eine neue Pressemappe, eine Info-Broschüre, eine Vielzahl von Faltblättern und Plakaten, sowie weiteres unfangreiches Material für die Öffentlichkeitsarbeit. Im Januar 1994 erfolgt die Auslieferung einer Telefonkarte, die von der DPSG im Rahmen der "LuSi" gestaltet wurde. Die 400.000 Exemplare werden über die Schaltern der Deutschen Bundespost vertrieben. Im Februar 1994 erfolgt eine große Pressekonferenz des Bundesvorstandes. Schade ist, daß dafür nicht der Thinking-Day (22. Februar) genützt wird. Zur 58. Bundesversammlung 1996 wird der Abschlußbericht vorgelegt. Resumee: "Ein dicker Erfolg" - Die Öffentlichkeitsarbeit der DPSG hat spürbar [...] zugenommen. Und deshalb läuft sie weiter ...

Im Laufe des Jahres 1994 wird die sogenannte "Kindermitbestimmung" vorallem von den Diözesankonferenzen und dem Bundesarbeitskreis der Wölflingsstufe immer häufiger in den Verband hineingetragen. Die Sprecher der Wölflings- und der Jungpfadfinderstufe, also die Leitwölfe und Kornetts, sollen statt der Elternvertreter ein Stimmrecht in der Stammesversammlung bekommen. Diesem Antrag auf eine entsprechende Satzungsänderung soll, so das Votum der Bundeskonferenz der Wölflingsstufe, eine Urabstimmung zu Grunde liegen. Die 57. Bundesversammlung 1995 in Passau verzichtet jedoch darauf und beschließt die Satzungsänderung ohne sich ein Votum der Basis einzuholen.

Am 7. Oktober ´94 besteht die DPSG seit 65 Jahren. Gefeiert wir jedoch erst am 17./18. Dezember in Altenberg. Doch in diesem Jahr überschattet ein anderes Ereignis die DPSG in besonderer Weise: "In wochenlanger Arbeit hat sich ein Krisenstab darum bemüht, zumindest 47 Rwandesen vom Partnerverband ASR (Association des Scouts du Rwanda) die Einreise in die Bundesrepublik zu ermöglichen." So ist es in Entwürfe 3/94 zu lesen. Nach zähem Ringen mit dem Außen- und dem Innenministerium erhalten schließlich 22 Mitglieder der Nationalleitungen der ASR und der Guides de Rwanda eine Einreisegenehmigung in die Bundesrepublik Deutschland. Die DPSG garantiert dabei die Übernahme aller Kosten (Essen, Taschengeld, Versicherung, Wohnung und dgl.) für deren Aufenthalt in Deutschland. Die Mitglieder der beiden Verbände - insbesondere die der Nationalleitungen - gehören wegen ihres Engagements für die Aussöhnung und Entwicklung partnerschaftlichen Miteinanders zwischen den Volksgruppen der Hutus und Tutsi zu den meistgesuchtesten Personen der Todesschwadronen, die unsägliches Leid über das afrikanische Land gebringen. In "Entwürfe 4/94" werden namentlich sechs Opfer des Mordens genannt, die Mitglied der Nationalleitung der ASR waren. 20 Pfadfinder aus Rwanda erreichen die Bundesrepublik, wovon sich 18 für den Verbleib in der Bundesrepublik entscheiden. Die "Solidaritätsaktion Rwanda" erbringt bis Ende Oktober 1996 eine Summe von 733.855,86 DM. Damit werden die Kosten für den Aufenthalt, das Weiterarbeiten der Verbandes vor Ort, die Flüchtlingshilfe in Rwanda, Burundi und Zaire, sowie den Wiederaufbau der Organisationen in Rwanda verwendet.

Im Januar 1995 entsteht der 25. Diözesanverband durch die Neugründung der Erzdiözese Hamburg. Die rund 800 Mitglieder dieses neuen Diözesanverbandes gehörten vorher zum Diözesanverband Osnabrück. Das neue Erzbistum Hamburg umfaßt das Gebiet der Bundesländer Mecklenburg-Vorpommerns, Hamburg und Schleswig-Holsteins und damit auch einen kleineren Gebietsanteil der Diözese Berlin.

Parallel zur sogenannten Kindermitbestimmung wird ein neues Abzeichen für die Wölflingstufe eingeführt. Seit Mitte 1995 ziert nun der neue Wolfskopf die die Klufthemden der Wölflinge.

Während des Pfingstlager des DPSG-Bezirkes Koblenz in Westernohe stattfand, ereignete sich ein schrecklicher Unfall, bei dem zwei Wölflinge ihr Leben verlieren. Bei einem großen Wettbewerb ziehen je rund 300 Kinder und Jugendliche, sowie deren erwachsene Leiter an einem Seil, das der Belastung nicht standhalten kann. Das zurückschnellende Seil verursacht zahlreiche Verletzungen an Händen, Armen und Rumpf von Teilnehmern. Die Auf- und Übereinanderfallenden verletzen sich gegenseitig. Für zwei Kinder, Dennis und Guido von den Seepfadfindern aus Güls kommt trotz einer großangelegten Rettungsaktion und vorbildlichem Einsatz jede Hilfe zu spät. Guido verstirbt noch am Unfallort, sein Freund und langjähriger Spielkamerad Dennis einen Tag später im Krankenhaus an seinen Verletzungen. Der Bundesvorstand: "Dieses tragische Schicksal können wir nicht begreifen. Wir können es nicht vergessen, müssen es bedauern." Die Medien berichten nicht immer fair, in manchen Fällen entsteht der Eindruck der Sensationslüsternheit. So müssen seitens der Verantwortlichen mehrfach Behauptungen demeniert werden: Es hat sich keineswegs um einen Versuch gehandelt, einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde zu erreichen. Das Landgericht Koblenz verurteilt 1997 in zweiter Instanz den Vorsitzenden eines Koblenzer Stammes und des Bezirks mit Geldstrafen auf Bewährung. Das Gericht hält die beiden 23 und 25 Jahre alten ehrenamtlich tätigen Jugendleiter der fahrlässigen Körperverletzung und fahrlässigen Tötung für mitverantwortlich.

Das Jahr 1996 steht im Zeichen der Fortführung der verstärkten Öffentlichkeitsarbeit und der Vorbereitung der Großveranstaltung "Power im Park" in Duisburg, einem Leiterkongreß mit dem Motto "Tu es jetzt".

Dieser Beitrag wurde aus folgenden Quellen zusammengestellt:
- Informationsblatt "Ein Blick in die Geschichte" der DPSG
- Ordnung, Satzung, Geschichte des Verbandes, DPSG
- Pfadfinder, ein anderer Weg, DPSG
- Lebens-Künstler, Wandkalender der DPSG
- Entwürfe 2/1988, sowie diverse Ausgaben der Jahrgänge 1991 bis 1997
- Habseligkeiten, Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), Lich
- diverse Briefe der Bundesleitung an aus dem Jahr 1982

Zu guter Letzt sei noch auf das Buch "Pfadfinder erlebt" von Harry Neyer (Brigg-Verlag, Augsburg) hingewiesen, das sehr interessante Beiträge zur Geschichte der DPSG enthält sowie auf die Dokumentationsstelle der DPSG und das DPSG-Archiv in München.